Rezensionsexemplar

Thilo Wydra – Ingrid Bergman

419Diu-hPrL._SX311_BO1,204,203,200_Ingrid Bergman (1915–1982) zählt zu den wenigen weiblichen Weltstars des Kinos. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören Klassiker wie „Berüchtigt“ von Alfred Hitchcock, „Das Haus der Lady Alquist“, „Casablanca“, „Wem die Stunde schlägt“, „Die Kaktusblüte“ oder „Herbstsonate“. Im Lauf ihrer fast 50-jährigen Karriere erhielt sie drei Oscars.

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Zu einigen der Bücher in meinem Regal und auf meinem ereader komme ich wirklich wie die Jungfrau zum Kinde: Anfang des Jahres habe ich „Die Eishexe“ von Camilla Läckberg gelesen und darin tauchte immer mal wieder Ingid Bergman auf, weil in einem der Handlungsstränge über sie ein Film gedreht wurde. Dadurch habe ich erfahren, dass tatsächlich in Fjällbacka ein Denkmal für sie steht, und dachte, ich könnte mal ein bisschen mehr über sie erfahren. Und knapp einen Monat später bekam ich die Möglichkeit, beim bloggerportal eine Bergman-Biografie zu rezensieren.


Ich muss zugeben, dass ich an dieser Biografie länger gelesen habe, als ich anfangs gerechnet habe. Das liegt nicht etwa daran, dass sie schlecht geschrieben wäre. Ingrid Bergmans Leben ist ein stetes Auf und Ab, das wird hier sehr deutlich klar. Wydra gelingt es, das Leben von Ingrid Bergman ausführlich und detailliert zu beschreiben, dabei zahlreiche Quellen zu benutzen und auszuwerte. Interviews und Briefe kommen zu Wort und lassen einen sehr vielseitigen Blick auf diese Schauspielerin entstehen, die man in erster Linie von Iknonen-Schnappschüssen vor Augen hat. Gerade das fand ich sehr spannend gemacht, auch wenn ich nicht immer das Gefühl hatte, trotz der sehr genauen Schilderungen Ingrid Bergman näher zu kommen.


Sehr zugute halte ich dem Autor, dass er versteht, das alles in einer durchaus unterhaltsamen Weise zu präsentieren. Dennoch fließt der Text für mich nicht richtig, sondern bleibt an manchen Stellen sehr spröde und macht nicht immer direkt Lust aufs Weiterlesen. Ich habe nach einigen Kapiteln einfach eine Pause gemacht, weil ich nicht mehr wirklich Leselust verspürt habe, als ich dann wieder eingesteigen bin, war es aber kein Problem, einfach weiterzugehen in der Zeitlinie und den Anschluss wieder herzustellen. Liegt es an Bergman selbst, die sich selbst als Thema einer Biografie dem genauen Blick entzieht? Ich kann es nicht genau erklären, aber obwohl mich das Thema sehr interessiert hat und ich das Buch absolut empfehlen würde, war das Lesen hier wirklich Arbeit. Was nicht schlecht ist und vielleicht bei Biografien auch einmal sein muss. Insgesamt aber war ich sehr angetan, habe einige interessante Details erfahren und mich wirklich gefreut, etwas Neues zu lernen.


Info-linkDeutsche Verlags-Anstalt, gebunden 752 Seiten. Das Buch wurde mir kostenlos vom Verlag über das bloggerportal zur Verfügung gestellt.

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