Top Ten Thursday

Top Ten Thursday – Sommerbücher

TTTUntitledJede Woche wird durch eine Truppe Blogger eine neue Top Ten Liste zusammengestellt, dessen Thema sich inzwischen die Weltenwanderin einfallen lässt. Wir wagen eine Suche durch unsere Bücherregale, unserer SUBs, unsere Wunschlisten, und im Idealfall wachsen dadurch die Buchberge aller anderen an. Genauere Infos und die Themen dazu findet ihr *hier*, jede Beteiligung ist willkommen.

In dieser Woche lautet das Thema: Zeige 10 Bücher, die perfekt zum Sommer passen.


Oh wie schön! Ich bin ja jemand, der wirklich sehr gerne Bücher passend zur Jahreszeit liest. Was jetzt nicht heißt, dass die Bücher im Sommer spielen müssen, sondern einfach, dass sie so einen gewissen Flow haben, der weniger nach Couch und langen Abenden schreit. Ich habe auch schnell zehn Bücher gefunden, von denen ich euch drei aber besonders genau vorstellen werde. Hier deswegen erst einmal die ersten sieben:20180626_202329[1]

Fredrik Backman – Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr Leid
Backman ist so ein Autor, der für mich einfach nach Sommer ruft. Dabei behandeln seine Bücher ja wirklich nicht die leichtesten Themen, aber er schafft es einfach, das alles so angenehm lesbar zu verpacken und die Figuren zutiefst wamherzig zu zeichnen, dass man sich mit den Büchern zufrieden auf einer Hängematte einkuscheln kann.

Jessie Burton – Der Miniaturist
Wer eine spannende Reise in die Niederlande des 17.Jahrhunderts machen will, dabei ein bisschen Mysterie, ein bisschen Romantik und ein bisschen essentiellen historischen Roman schnuppern möchte, ist bei diesem Buch wirklich gut bedient. Ich finde es ideal, weil man nicht groß konzentriert sein muss beim Lesen, dennoch eine wirklich gute Geschichte erzählt bekommt und hier und da etwas lernt. Ideale Sommerferien!

Fannie Flag – Grüne Tomaten
Emanzipationsroman. Eine ganz große Geschichte über zwei Frauen im Alabama der 1930er Jahre. Was irgendwie sehr öde und ein wenig plakativ klingt, ist in Wirklichkeit eine der besten und witzigsten Geschichten, die ich kenne (und nebenbei grandios besetzt verfilmt worden), in der es um Mut zum eigenen Leben geht. Und um das Geheimnis der Barbecue-Sauce …

Markus Heitz – Ritus
Markus Heitz ist so ein typischer Sommerautor für mich. Nichts mit Glitzervampiren und Knuddelwerwölfchen, hier wird eiskalt abgestochen, geschlachtet und die Hölle tut sich auf. Das Ganze so spannend erzählt und so flüssig, dass man eigentlich nur noch Popcorn braucht, um ein Kopfkino zu starten, das sich gewaschen hat.

Nick Hornby – A long way down
Ich hätte jedes Buch von ihm hier auflisten können, „A long way down“ steht nur deswegen grade hier, weil es ganz oben auf meiner Reread-Liste steht. Hornbys Humor gefällt mir einfach, und seine Figuren sind so interessant gestaltet, dass sie einen auch in den Urlaub begleiten müssen.

Johanna Spyri – Schloss Wildenstein
Spyri … Spyri … wer war das noch gleich? Ach ja, die hat „Heidi“ geschrieben. Und deswegen ist ihr restliches Werk ein wenig vergessen. „Schloss Wildenstein“ habe ich als Kind von meiner Cousine geerbt und es ist so ziemlich die erste Sommerlektüre, an die ich mich erinnere. Die Kinder der Pfarrersfamilie im Ort sind fasziniert vom alten Schloss von dem man sagt, es würde spuken. Etwas scheint dort umzugehen – oder hat es etwas zu tun mit der entzweiten Familie des alten Schlossherrn?

Daniel Kehlmann – Die Vermessung der Welt
Sommer ist Urlaub, ist Entdeckung und Unbekanntes. Und manchmal braucht man auch im Sommer etwas mehr als nur die klassische Strandlektüre. Kehlmanns Schilderung des Lebens gleich zweier berühmter Naturwissenschaftler ist in jedem Fall ein Lesetipp, das man auch mit zum Strand nehmen kann.

Das also die ersten sieben Bücher für den Koffer. Aber drei weitere fehlen noch. Hier sind sie.

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Neil Gaiman – Neverwhere (BBC Radio Full-Cast Dramatisation)
Jawohl, ein Hörbuch. Nein, kein Hörbuch, sondern ein Hörspiel. Das, mit den vielen Personen. In dem Fall geht es, wieder einmal, um mein absolutes Lieblingsbuch von Neil Gaiman, in der wir in die geheinisvolle Welt Unter-Londons entführt werden. Die BBC Radiohörspiele sind eigentlich immer gut, aber das hier gehört mit zum Besten, was ich kenne. Nicht nur, wegen der Geschichte oder der so unglaublich gut geschilderten Figuren. Sondern allein wegen des Casts. James MacAvaoy. Natalie Dormer. Christopher Lee. Und ja, das da links außen ist niemand anderes als Benedict Cumberbatch. Und alle, durch die Bank weg, sprechen ihre Rollen so fantastisch, dass das Buch wirklich zum Leben erwacht.

P.G.Wodehouse – The Inimitable Jeeves
Wenn es einen Autor gibt, der für den Sommer geschaffen wurde, dann ist es P.G.Wodehouse. Der König des Unterhaltungsromans, anders kann man ihn nicht bezeichnen. Sein Gesamtwerk umfasst viel zu viele Bände, um nur einen auszuwählen, aber zum Einstieg nehmt doch einfach mal gleich den klassischsten aller Roman: Band 1 der Reihe um Bertie Wooster und seinen Butler Jeeves. Angesetzt in den Dreißiger Jahren, spielt das Buch mit den Stereotypen der englischen Upperclass, ist elegant und gnadenlos komisch geschrieben und danach will man direkt weiterlesen. Kennengelernt habe ich ihn nur zufällig und empfehle ihn deshalb wirklich jedes Mal, wenn jemand ein leichtes Buch für den Sommer sucht. Bisher habe ich damit noch nie jemanden enttäuscht.

Brandon Stanton – Humans of New York. Stories
Vielleicht kennt ihr das Projekt, vielleicht noch nicht. „Humans of New York“ ist ein Blog des Fotografen Brandon Stanton, in dem er Menschen zu Wort kommen lässt, die in New York leben (und gelegentlich anderswo, zum Beispiel war er inzwischen mit mehreren menschenrechtsorganisatonen in Flüchtlingscamps unterwegs, in Israel und Palästina, in Südostasien und Afrika). Dabei besteht der Blogeintrag nur aus einem Foto der Person und einem kurzen Ausschnitt aus dem Interview, das Stanton mit ihr führt, während er die Fotos macht. Dabei werden Geständnisse gemacht, oder einfach interessante Dinge erzählt, es kommt zu komischen, absurden oder völlig abgedrehten Dialogen, man lernt Neues, man nickt oder schüttelt fassungslos den Kopf – und immer, wirklich immer merkt man, was für eine unglaubliche Bereicherung diese acht Milliarden Menschen sind, mit denen man den Planeten teilt. In „Humans of New York. Stories“ sind einige der besten dieser Blogs versammelt und es macht sehr viel Spaß, einfach durchzublättern und hängenzubleiben. Und hier findet ihr die facebook-Seite …

Ja, das war es schon wieder von mir. Eine wie immer andere Mischung, bei der ja vielleicht was für euch dabei ist. Und jetzt geh ich mal stöbern, was ihr so in eure Koffer packt!

7 replies »

  1. *lol* Also ich hätte Markus Heitz jetzt nicht als Sommerautor bezeichnet, jedenfalls nicht mit Ritus. Aber man lernt nie aus.
    Und von „Grüne Tomaten“ kenne ich auch nur den Film, der war toll.
    LG, Blackfairy71

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  2. Hi Ponine!

    Hihi, ja ich denke bei Sommerlektüre auch nicht unbedingt an Markus Heitz bzw. blutrünstige Vampire, das passt für mich immer eher in den Herbst, oder eben Monate wo es dunkel und/oder stürmisch ist 😀 ABER das sieht ja auch jeder anders und deshalb ist auch heute doch eine schöne bunte Mischung zusammengekommen.
    Ritus und Sanctum hab ich übrigens beide gelesen! Ich hab ja erst vor kurzem angefangen, seine Bücher zu lesen und ich komme gut voran. Zum Glück hat er so viel geschrieben, da hab ich noch viel vor mir 😀

    „Neverwhere“ oh ja, das hört sich sehr gut an, allerdings würde ich wahrscheinlich die Hälfte nicht verstehen auf englisch *lach*

    Von Fredrick Backman hab ich Ove gelesen, das fand ich richtig gut! Und ja, passt auch eigentlich in den Sommer. Genauso wie dein genanntes Buch, aber das hab ich letztens leider abgebrochen. Ich kam gar nicht rein und fand des Stil auch – naja, nicht unpassend, aber eher nicht passend für mich gerade. Vielleicht war es einfach der falsche Zeitpunkt bzw. ich in der falschen STimmung dafür …

    Die Vermessung der Welt hab ich vor ein paar Jahren gelesen – schlecht fand ich es nicht, aber wirklich begeistern konnte es mich auch nicht ^^

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  3. Hey,

    von deinen Büchern habe ich leider noch keines gelesen, aber von Backman kenne ich „Kleine Stadt der großen Träume“ und das hatte mir gut gefallen, weshalb ich auch noch weitere Bücher von ihm lesen möchte. Von Spyri kenne ich tatsächlich nur „Heidi“, „Schloss Wildenstein“ klingt aber sehr interessant und kommt auf meine Wunschliste. „Der Miniaturist“ und „Die Vermessung der Welt“ habe ich bereits auf der WL.
    Unser Beitrag

    Noch einen schönen Tag!
    Liebe Grüße,
    Kerstin

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  4. Hey Ponine 🙂

    Von den Büchern sagt mir spontan nur „Die Vermessung der Welt“ etwas … da aber auch weniger das Buch. Der Film wurde in Teilen in meiner Heimatstadt gedreht und daher ist er mir ein Begriff. Ansonsten ist die Geschichte (wie auch die anderen) eher nix für mich.

    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Andrea

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  5. Hallo Ponine, 🙂
    das sieht nach einer interessanten Mischung aus. 🙂 Ich habe selber keines der Bücher gelesen und einige hätte ich wohl auch nicht unbedingt als Sommerlektüre bezeichnet, aber generell lese ich gar nicht nach Jahreszeiten und daher auch im Sommer bunt gemischt. Von daher passt es für mich dann doch wieder. 🙂

    Liebe Grüße
    Marina

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  6. Hallöchen,

    ich habe von deiner Liste nur Die Vermessung der Welt gelesen. Ich hatte auch überlegt, dieses Buch auf meine Liste zu nehmen, mich dann aber doch anderes entschieden ;). A long way down steht bei mir noch ungelesen herum- schon viel zu lang.

    Viele Grüße
    Christiane

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