Rezensionsexemplar

John Burnside – In hellen Sommernächten

41-DUaYyJ+L._SX315_BO1,204,203,200_Liv lebt mit ihrer Mutter auf einer norwegischen Insel nah am Polarkreis. Als ein Junge aus ihrer Klasse verschwindet und schließlich tot angespült wird, scheint das die Bewohner nicht zu beunruhigen. Doch dann ertrinken immer mehr junge Männer auf rätselhafte Weise. Hat, wie es die Sage behauptet, die Waldfee Huldra ihre Hand im Spiel? Oder werden die Männer von der schönen Maia getötet? Die stille Liv versucht dem Rätsel auf den Grund zu gehen – doch nichts ist so, wie es scheint …


Ich weiß gar nicht genau, was ich mir von diesem Buch erwartet hatte. Der Klappentext klang eigentlich nach einem sehr stringenten Krimi, aber schon mit den ersten Sätzen schwang da ein anderer Ton im Buch mit. Ein poetischer, leiser Ton, bei dem man sich sofort gefesselt fühlt und dem man dann in die Geschichte folgt. Bis zum Ende ist man dabei eigentlich nicht sicher, was man hier liest, ist es Wahnsinn oder Realität? Liv ist ein unglaublich unzuverlässiger Erzähler, gleichzeitig hört man ihr aber zu und akzeptiert alle Erklärungsansätze, weil sie von ihrem Standpunkt aus so logisch erscheinen. Dieses Spiel mit Realität und Fantasie wird vom Autor sehr gekonnt eingesetzt, wird aber vermutlich dazu führen, dass man bei diesem Buch als Leser nur ein entweder – oder kennt. Entweder, man wird sich auf den Roman einlassen und abtauchen in eine Geschichte, die die Mythen Skandinaviens in unsere Gegenwart holt, oder man schüttelt irgendwann genervt den Kopf, weil sich der Autor zu verlieren droht in einem Netz aus Mysterien. Ich bin selbst immer noch unsicher, wie ich selbst das Buh für mich bewerte. Ich bin weniger enttäuscht, es gelesen zu haben, aber gleichzeitig war es so weit entfernt von meinen Vorstellungen … hier kann ich wirklich nur sagen, dass sich jeder Leser sein eigenes Bild machen sollte.


Info-linkPenguin, 384 Seiten. Das Buch wurde mir vom Verlag kostenlos über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt.

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