Auf Englisch gelesen

Bright, Young, Dead (The Mitford Murders #2)

61pZAbuiXaL._SX323_BO1,204,203,200_Meet the Bright Young Things, the rabble-rousing hedonists of the 1920s whose treasure hunts were a media obsession. One such game takes place at the 18th birthday party of Pamela Mitford, but ends in tragedy as cruel, charismatic Adrian Curtis is pushed to his death from the church neighbouring the Mitford home.
The police quickly identify the killer as a maid, Dulcie. But Louisa Cannon, chaperone to the Mitford girls and a former criminal herself, believes Dulcie to be innocent, and sets out to clear the girl’s name . . . all while the real killer may only be steps away.


Kennt ihr das, wenn ihr euch im den ersten Teil einer Serie so ein bisschen verliebt habt und dann nur auf die Fortsetzung wartet? So ging es mir mit Jessica Fellowes. Ich habe den ersten Band wirklich nur zufällig in die Hände bekommen und fand ihn sehr unterhaltsam, gerade wegen der historischen Familie Mitford in Kombination mit einem historischen Kriminalfall. Die realen und fiktiven Elemente haben da wirklich überzeugend ineinander über gegriffen und ich habe mich deshalb echt gefreut, als ich im Nach-Weihnachtsverkauf die Fortsetzung in die Hände bekommen habe.


Ja, was soll ich sagen? In diesem Band ist alles, was den ersten Teil für mich ausgemacht hat, nicht mehr vorhanden oder, was fast noch schlimmer ist, so doof gesetzt, dass das Lesen fast keinen Spaß gemacht hat. Der historische Krimi im Hintergrund ist ein relativ unspektakulär geschildertes Vorhandensein von Diebesbanden in London, bei denen Dulcie mit drinhängt. Von Anfang an war ich nicht überzeugt von der Verknüpfung Dulcies mit Louisas – mir hat sich nicht erschlossen, was die beiden für eine Gemeinsamkeit haben, die erklärt, weshalb sie sich so einander öffnen und dadurch die ganze Sache erst ins Rollen kommen kann. Genauso wie die Voraussetzung für den Fall ist auch die Verbindung von Realität und Fiktion eher brüchig und wirkt an vielen Stellen sehr … zufällig und gewaltsam zusammengefügt.


Mit den Figuren bin ich dieses Mal überhaupt nicht warm geworden. Louisa wirkt völlig verquer, keine ihrer Handlungen kann ich wirklich nachvollziehen. Die Mitford Schwestern sind total blass oder gehen mir gewaltig auf den Keks – mein Gott, ist Pamela eine lanweilige Gans – und was ist mit Guy Sullivan passiert? Der hat ungefähr so viel Tiefe wie ein Kinderplanschbecken, und ist in etwa auch genauso spannungsgeladen. Dass er und seine Kollegin Molly Moon sich auf die Suche nach den Ladendieben begeben, bildet die zweite Verknüpung der Handlungsstärnge und ist dabei in etwas so überzeugend wie Dulcie und Louisa. Die übrigen Personen im Roman sind so irrsinnig übertrieben in ihrer Ennui-Attitüde, dass ich sie wirklich nicht ernst nehmen konnte, und so plätscherte der Fall dann an mir vorbei und ich war eigentlich gar nicht richtig interessiert daran, herauszufinden, wer nun der Mörder ist. Dieses Buch hat sich also so gar nicht gelohnt für mich, was wirklich schade war. Band 3 wird es also vermutlich eher nicht werden bei mir.


Info-linkJessica Fellowes: „Bright Young Dead“. Sphere, 2018. 400 Seiten.

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