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Ransom Riggs – Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children

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Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …


Ich hatte „Die Insel der besonderen Kinder“ vor Jahren gelesen und mir 2016 dann zu Weihnachten die bis dahin drei erschienenen Bände auf Englisch zu Weihnachten geschenkt, sie aber bisher immer nur im Regal angeschaut. Im Laufe der Jahre habe ich sogar den Inhalt des ersten Bands nahezu vollständig vergessen, sodass ich im März beschlossen habe, wirklich alle drei Bänder hintereinander weg zu lesen.


Als erstes ins Auge fällt an dem Buch natürlich die starke Bilderflut, die Ransom Riggs benutzt, um seine Geschichte zu illustrieren. aus tausenden von seltsamen Fotos hat er die ausgewählt, die er in seiner Geschichte miteinander verbinden kann, und erschafft so eine sehr eigenwillige Welt, die aber wirklich realistisch wirkt, denn wir haben schließlich Fotobeweise davon. Das hat mich an dem Buch von Anfang an fasziniert und ich war auch beim Neulesen schwer beeindruckt von dieser Fülle an Ideen. Verwoben werden sie zu einer durchaus spannenden Geschichte, bei der ich beim Wiederlesen jetzt allerdings doch die Jugendphantasy stärker erkannt habe als ich es vom ersten Mal in Erinnerung hatte.


Sprachlich ist der Roman eher simpel gehalten, ohne dabei zu flach zu werden. Hier und da wünsche ich mir mehr Beschreibungen, der Dialoganteil ist recht hoch, und Jacob erhält Informationen zum Großteil direkt aus Erzählungen. Jacobs Erzählerstimme hat einen leicht sarkastischen Humor, den ich sehr mag, besonders am Anfang bei der Beschreibung seines Ferienjobs und seiner Familie. Diese Teenagerstimme passt gut zur Zielgruppe und lässt sich sehr einfach weglesen.


Die Figuren in der Geschichte sind vor allem bestimmt durch ihre besonderen Fähigkeiten, bleiben sonst aber für meinen Geschmack etwas blass gezeichnet. Riggs verlässt sich etwas zu sehr auf die Illustrationen, statt mir die Personen wirklich zu zeigen. Die sich anbahnende Liebesgeschichte fand ich diesmal interessant, hätte mir aber gewünscht, sich etwas stärker mit dieser Problematik zu befassen, ob Jacob hier zum Ztellvertreter seines Großvaters werden soll. Den finde ich übrigens wirklich gut gezeichnet und ich finde es sehr spannend, dass sich seine Erzählungen über die Peculiars auch als Holocaustparabel deuten lassen. Es ist eine spannend gewählte Parallelebene, mal sehen, was da noch draus wird in den Folgebänden.


Insgesamt war das ein lesenswerter reread. Ich bin gespannt auf die Folgebände, da das Buch natürlich ziemlich offen endet. Und hey, vielleicht nutze ich die nächsten Ferien mal für die Verfilmung, ich denke, das ist auf jeden Fall Material, aus dem Tim Burton etwas hat machen können. Insgesamt also ein wirklich gut gemachter Jugend-Phantasy-Roman, den ich gern mal weiterempfehle.


Info-linkRansom Riggs: „Miss Peregine’s Home for Peculiar Children“. Quirk Books: 2011. 352 Seiten.

Kategorien:Uncategorized

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